Braune Reifenflanken: Reinigung und Reifenpflege
Mögliche Ursachen brauner Reifenflanken, schonende Reinigung und Pflegeprodukte unterscheiden. Vorgaben zu Flächen, Trocknung und Lagerung beachten; Risse oder Beulen nicht verdecken.
Die Farbe allein zeigt weder Schmutz noch Alterung sicher an
Braune Reifenflanken können durch Schutzstoffe entstehen, die an die Gummioberfläche wandern, aber auch durch Straßenschmutz und Bremsstaub. Verfärbungen durch austretende Schutzstoffe werden als Blooming bezeichnet. Die Ursache nicht allein aus der Farbe ableiten und nicht immer stärker schrubben.
Die Erklärung von Blooming belegt nicht, dass der eigene Reifen sicher ist. Risse, Schnitte und Beulen gesondert prüfen. Vermutete Schäden untersuchen lassen, statt sie durch Reinigung oder Reifenpflege zu verdecken. Bei einer nach außen gewölbten Beule nicht weiterfahren und von einem sicheren Ort aus Pannenhilfe organisieren.
Reinigungsvorgaben für Reifen und Felge gemeinsam prüfen
Die Pflegehinweise des Reifenherstellers beachten und zulässige milde Seife mit Wasser oder einen geeigneten Reifenreiniger verwenden. Ein für Felgen freigegebener Reiniger ist nicht automatisch für Reifengummi geeignet. Umgekehrt muss ein Reifenreiniger auch mit der umgebenden Felgenoberfläche verträglich sein; siehe Felgenreiniger auswählen.
Vorgaben zu Oberflächenfeuchte, Verdünnung und Einwirkzeit einhalten. Mit einem geeigneten Schwamm oder einer Reifenbürste schonend arbeiten und gründlich abspülen. Keine Lösemittel auf Erdölbasis zweckentfremden und keine verschiedenen Chemikalien mischen. Nicht versuchen, jede braune Spur durch starkes Entfetten oder wiederholtes Scheuern zu entfernen.
Verbleibende Farbe nach dem Spülen beweist keine fehlgeschlagene Reinigung. Farbe oder Schaum allein unterscheiden austretende Schutzstoffe nicht zuverlässig von Schmutz. Nach der vorgeschriebenen Reinigung trocknen lassen und erneut beurteilen. Bei anhaltenden Auffälligkeiten den Reifen- oder Reinigungsmittelhersteller fragen.
Zulässige Flächen und Abschluss der Reifenpflege beachten
Reifenpflegeprodukte, auch Dressings genannt, dienen der äußeren Pflege der Reifenflanken. Eine braune Farbe macht ihre Anwendung nicht zwingend erforderlich. Risse oder strukturelle Schäden werden damit nicht repariert. Vor der Anwendung die Einschränkungen des Reifen- und Pflegemittelherstellers prüfen.
Verlangt ein Gel eine saubere, trockene Fläche, diese Bedingungen vor dem Auftragen herstellen. Produktvorgaben zur Menge auf dem Applikator, zum Abwischen von Überschüssen und zur Wartezeit vor dem Fahren beachten. Nicht vor der erforderlichen Trocknung nachlegen und nicht annehmen, dass eine dickere Schicht sicherer ist oder länger hält.
Pflegemittel für Reifenflanken nicht auf die Lauffläche auftragen, die die Straße berührt. Rückstände auf Felgen oder Lack nach Produktanleitung entfernen. Eine Freigabe für Autoreifen gilt nicht automatisch für Fahrräder oder Motorräder. Manche Produkte schließen Zweiräder aus; Fahrzeugart und Anwendungsfläche prüfen.
Für einzulagernde Reifen gelten eigene Hinweise
Bei der Einlagerung nach einem saisonalen Reifenwechsel nicht automatisch die Schritte der alltäglichen optischen Pflege übernehmen. Manche Reifenhersteller schreiben Reinigung und vollständige Trocknung ohne anschließendes Dressing vor. Die Lagerungshinweise für den eigenen Reifen beachten.
Eine schwarze oder glänzende Oberfläche belegt weder Restlebensdauer noch Sicherheit. Reinigung und optische Pflege ersetzen keine Prüfung von Luftdruck, Verschleiß und Schäden.